Historie

1830-1936 Gründung der Zeitungstitel und Geburtsstunde der Fachverlage

Erstmals erscheint 1830 in Kitzingen das Anzeige- und Unterhaltungsblatt, aus dem viele Jahre später der Titel DIE KITZINGER wird. Bereits 1834 erblickt das Bamberger Tageblatt die Welt – der Vorläufer des Fränkischen Tags. In Bad Kissingen wird im Jahr 1847 das Intelligenzblatt und damit die spätere Saale-Zeitung gegründet. 1886 erscheint in Coburg erstmals das Tageblatt – ein Name, der bis heute existiert. 1908 erblickt schließlich auch die Bayerische Rundschau das Licht der Welt. Auch der erste Titel der Fachverlage erscheint bereits 1927: Das Offertenblatt für den gesamten Bedarf öffentlicher und privater Heil-, Plege- und Erholungsanstalten wird in Kulmbach gegründet. 1936 folgt der Verlag Baumann Didaktische Medien.


1936-1945 Einstellung der Titel während des 3. Reichs und 2. Weltkriegs

Unter den Nationalsozialisten werden sämtliche Zeitungstitel der heutigen Mediengruppe Oberfranken entweder gelöscht oder sie verlieren ihre Lizenz. Auch am Offertenblatt, das inzwischen den Namen Anstalts-Umschau trägt, geht der 2. Weltkrieg nicht spurlos vorbei: Gegen Ende des Krieges wird auch dieses Blatt vorübergehend eingestellt.


1946-1949 Wiederbelebung nach dem Krieg

Am 8. Januar 1946 erscheint erstmals eine Ausgabe des neuen Titels Fränkischer Tag als Nachfolger des Bamberger Tageblatts. 1949 ist auch das Coburger Tageblatt unter altem Namen wieder für die Leser da. Im gleichen Jahr erhält die Bayerische Rundschau ihre Lizenz zurück und die Fachzeitschrift Anstalts-Umschau publiziert ihre erste Nachkriegsausgabe. Mit den Anfängen der Tageszeitung in der Nachkriegszeit gibt es auch die ersten Zeitungszusteller. Diese sind für die Verlage als selbständige „Agentur“ tätig.


1965-1983 Umzug an die heutigen Standorte

Im Mai 1965 zieht der Fränkische Tag an den heutigen Standort am Berliner Ring. Das neue Verlags- und Druckhaus bedeutet nicht weniger als den Sprung in ein neues Zeitalter: Ab sofort wird die Zeitung im Vierfarben-Rotationsdruck hergestellt. Im Jahr 1972 verlegt die E. C. Baumann KG – und damit auch die Bayerische Rundschau – ihren Firmensitz vom Kressenstein in das Kulmbacher Industriegebiet und damit an den jetzigen Standort. Das neue Verlagshaus des Coburger Tageblatts in der Hindenburgstraße 3a wird im Juni 1983 seiner Bestimmung übergeben. Hier befinden sich bis heute Geschäftsstelle und Redaktion.


1994-2008 Zustellgesellschaften

Seit Mitte der 1990er werden die Zusteller in selbstständigen Zustellgesellschaften beschäftigt, welche seit diesem Zeitpunkt die Verwaltung, insbesondere auch die Lohnabrechnung für die Zustellerinnen und Zusteller durchführen. Am 1. März 2001 erwirbt die Fränkischer Tag GmbH & Co. KG die Postlizenz P 01/1378 in den Regierungsbezirken Ober-, Mittel- und Unterfranken. Im Januar 2002 wird die Fränkische Tag Post- und Logistikservice GmbH gegründet. Fast sieben Jahre später entsteht daraus das Gemeinschaftsunternehmen Frankenbrief Post- und Logistik Service in Neudrossenfeld. Durch den Zusammenschluss mit den beiden privaten Briefdiensten Courissima aus Bayreuth und dem Briefdienst der Frankenpost aus Hof wird das Zustell- und Kundengebiet der Frankenbrief Post- und Logistik auf ganz Oberfranken erweitert.


1995-2011 Neue Technologien im Druck

Die Rollenoffset-Druckmaschine von Presse Druck Oberfranken in der Gutenbergstraße setzt 1995 neue Maßstäbe. Erweitert um eine zweite Einstecklinie, weitere Drucktürme sowie einen zweiten Falzapparat produziert diese Maschine bis 2015 die Tageszeitungen der Mediengruppe Oberfranken. 2007 geht bei Baumann Druck in Kulmbach die 8-Seiten-Maschine Zirkon 6611 in Betrieb. 2008 folgt die Rapida 106 von KBA, eine der modernsten Bogenoffsetmaschinen. Rund 10 Millionen Euro kostete die neue Druckmaschine Lithoman III, mit der in Kulmbach seit 2009 bis zu 40-seitige Werbebeilagen gedruckt werden können. Mit der Lithoman IV Autoprint nimmt 2011 dort zudem eine der modernsten Druckmaschinen Deutschlands ihren Betrieb auf. Die über 12 Millionen Euro teure Anlage kann stündlich bis zu 50.000 Exemplare einer 64-seitigen Broschüre drucken.


1997-2008 Schritte in das Digitale Zeitalter

Der Fränkische Tag unternimmt 1997 mit einem Onlineportal die ersten Schritte in das digitale Zeitalter. Vier Jahre später wird die digitale Zeitungsproduktion eingeführt: Redaktion, Anzeigen und Druck werden in einem digitalen Produktions- und Workflow integriert. 2008 geht das Portal inFranken.de als neue Dachmarke online und führt alle Zeitungsportale in einer Webpräsenz zusammen.


2003-2010 Die Mediengruppe Oberfranken entsteht

2003 verschmilzt die Fränkischer Tag GmbH & Co. KG mit der Baumann-Gruppe aus Kulmbach. Damit gehören fortan die Bayerische Rundschau, das Coburger Tageblatt und der Fränkische Tag derselben Verlagsgruppe an. Hinzu kommen der Buch- und Fachverlag sowie die Druckerei der Baumann-Gruppe. Es entsteht eines der größten Medienhäuser Nordbayerns. Sechs Jahre nach dem Zusammenschluss firmieren die Medienhäuser Fränkischer Tag und Baumann fortan unter dem gemeinsamen Namen Mediengruppe Oberfranken. Gleichzeitig wird der grundrenovierte Firmensitz in der Bamberger Gutenbergstraße eingeweiht. 2010 wächst die Mediengruppe Oberfranken weiter, und zwar nach Unterfranken und Thüringen: Mit dem Erwerb der Verlagshäuser Bad Kissingen (Saale-Zeitung) und Kitzingen (DIE KITZINGER) sowie der Beteiligung am Verlagshaus in Meiningen (Meininger Tageblatt) geht die Unternehmensfamilie einen weiteren Wachstumsschritt.


2008-2014 Fachverlage stark im Gesundheitsbereich

2008 wird die „Krankenhausumschau“ in „KU Gesundheitsmanagement“ umbenannt. Nachdem 2009 die Fachzeitschrift Naturheilkunde Journal erworben wird, erweitern die Buch- und Fachverlage ihr Portfolio im Bereich Gesundheit um die Titel herzmedizin, rheumamedizin (heute eingestellt) und mensch+gesundheit (heute eingestellt), DBI – Der Bayerische Internist und Onkologie heute. Daneben kommt Qigong Yangsheng als Jahresband und der ML-Buchverlag zur Sparte hinzu. Die Fachzeitschriften gyne – Fachzeitschrift für den Arzt der Frauen und DZKF – Deutsche Zeitschrift für klinische Forschung erweitern ab 2012 das Programm. Daneben erwerben die Buch- und Fachverlage die Zeitschrift CO’MED mit dem zugehörigen Buchprogramm. Im Januar 2013 wird die Sparte Buch- und Fachverlage in Fachverlage umbenannt und wächst erneut mit dem Kauf des Foitzick-Verlags und des Erste-Hilfe-Programms des Lau-Verlags. 2014 übernehmen die Fachverlage den Verlag Peter Irl und mit diesem die Zeitschrift Tierhomöopathie. Ebenfalls neu im Portfolio: MED engineering, die Fachzeitschrift für Konstrukteure und Entwickler von Medizingeräten. Gleichzeitig baut die Sparte mit der Übernahme der Marke „kommge – Kommunikationskongress der Gesundheitswirtschaft“ ihre Kompetenzen im Bereich Weiterbildung und Kongresse aus.


2009-2013 Die digitalen Aktivitäten nehmen Fahrt auf

Die Sparte Elektronische Medien erwirbt 2009 für das regionale Freizeit- und Szeneportal eraffe.de die Lizenz für die Gebiete Ober- und Mittelfranken. 2013 folgt das Portal partyarea24.de. Mit oberfrankenJOBS.de geht 2011 eine regionale Jobplattform an den Start. Zusätzlich entstehen die Rubrikenmärkte jobs.inFranken.de und immo.inFranken.de. Nach der mobilen Seite wird 2012 eine inFranken.de Web-App für Smartphones und Tablets eingeführt. Mit einem erneuten Relaunch der Nachrichtenplattform gibt es erstmals eine Paywall, also eine Bezahlschranke. Im gleichen Jahr geht unterfrankenJOBS.de online und ergänzt oberfrankenJOBS.de um wichtige Verbreitungsgebiete. 2013 folgt die Plattform mittelfrankenJOBS.de.


2011-2012 Neue Unternehmen der Zustelldienste

Die Mediengruppe Oberfranken Zustelldienste gründet 2011 gemeinsam mit Prospega aus Nüdlingen und der Frankenwerbung Siegfried Geuß aus Knetzgau die Punktgenau Zustellservice GmbH. Das Gemeinschaftsunternehmen ist als Dienstleister für die Verteilung von Anzeigenblättern, Wochenblättern und von Prospekten in den Landkreisen Bamberg, Forchheim, Haßberge und Lichtenfels tätig. Der operative Betrieb der Frankenbrief Post und Logistik GmbH wird zum 31. März 2012 am Standort Neudrossenfeld eingestellt. Mit dem starken Partner MainPostLogistik aus Würzburg wird gleichzeitig die BriefLogistik Oberfranken gegründet. Im August 2012 übernehmen die MGO Zustelldienste zusammen mit der Prospega GmbH das in Kulmbach ansässige Direktverteilunternehmen Verteildienst Bayern GmbH. Durch den Erwerb können nun die MGO Zustelldienste und Prospega das Zustellgebiet auf alle Landkreise in Oberfranken bzw. Teile Nordbayerns ausweiten.


2013-2016  Die Redaktionen setzen auf Kooperationen

Die Redaktionen der Saale-Zeitung und DIE KITZINGER kooperieren seit August bzw. Oktober 2013 mit den Redaktionen der Main-Post. Die Redaktion in Bad Kissingen liefert sowohl für die Saale-Zeitung als auch für die örtliche Main-Post-Ausgabe die lokale Standard- und Termin-Berichterstattung. In Kitzingen kooperieren die Zeitungen in umgekehrter Richtung. Seit Februar 2014 beliefert die Main-Post und deren Muttergesellschaft Pressedruck Augsburg die Tageszeitungen der Mediengruppe Oberfranken mit überregionalen Inhalten. In den Jahren 2014 bis 2016 kooperieren die Redaktionen des Fränkischen Tages Lichtenfels, Hassberge, Kronach sowie das Coburger Tageblatt mit den entsprechenden Titeln der Neuen Presse (HCS-Gruppe) bei der Erstellung lokaler Inhalte. Seit Dezember 2016 produziert die Sportredaktion des Fränkischen Tages die Lokalsportseiten des Obermain-Tageblattes (Mediengruppe Main-Post). Mit dem Projekt „Mobile Offensive“ entwickeln Redaktionen und Zeitungsverlage gleichzeitig eine neue E-Paper-App und mehrere Themen-Apps. Seit 2015 erfreut sich die Nachrichten-App einer stetig steigenden Leserschaft.


2013-2017 Die Geschäftseinheit Digital entsteht

Der Geschäftsbereich Elektronische Medien wird 2013 in Mediengruppe Oberfranken Digital GmbH & Co. KG umfirmiert. Im selben Jahr wird die Firma MGO Digital Ventures gegründet. Ziel ist es, in erfolgversprechende digitale Aktivitäten zu investieren und Beteiligungen an Start-ups zu erwerben. In 2015 investieren die MGO Digital Ventures daher in Tausendkind und Chronext. Im gleichen Jahr erfolgt ein Relaunch der Jobportale und die Gründung der Online Marketing Agentur //netzheimat. Aus eraffe.de und partyarea24.de wird Anfang 2016 eraffe24.de. Es folgen Investitionen in Capnamic Fonds II und in Codecheck. Erfreulich ist auch: die Agentur //netzheimat wird 2016 offizieller Google Partner. Die fränkischen Jobportale von Joblokal ziehen zu Classmarkets um. Mit dem Wechsel kommt frischer Wind in das Bewerbermanagement. Im Zuge dessen gehen die Portale JOBfinder-hessen.de und JOBfinder-oberpfalz.de online. Anfang 2017 folgt das regionale Azubi-Portal Ausbildungsheld.de. Um die hyperlokalen Märkte der Gemeinden und Orte zu erschließen, erweitert inFranken.de sein Angebot um Unterseiten für Gemeinden. Diese Gemeindeseiten bieten Platz für sublokale Informationen.


2014-2016 Kooperationsmaßnahmen der Zustelldienste

Mitte 2014 stellen die Z+S Bad Kissingen und Z+S Kitzingen ihren Betrieb ein. Saale-Zeitung und DIE KITZINGER werden seitdem durch die Main-Zustellservice GmbH, einem Tochterunternehmen der Main-Post zugestellt. Die Z+S Bamberg übernimmt hingegen im Oktober die Zustellung des Obermain Tagblatts in Lichtenfels. Im März 2015 wird die Z+S Werksvertragspartner des DZO Druckzentrum Oberfranken. Sie stellt künftig der Weiterverarbeitung der DZO Hilfskräfte für das Einlegen von Beilagen, sowie für Kommissionierung und Versandarbeiten zur Verfügung. Seit Ende 2016 kooperiert die Z+S zudem mit der Zustellgesellschaft der Nürnberger Nachrichten in den Landkreisen Erlangen-Höchstadt und Forchheim bei der Zustellung des Fränkischen Tags und der Nürnberger Nachrichten.


2014-2016 Weitere Investitionen der Geschäftseinheit MGO Druckereien

2014 fällt der Startschuss für ein großes Investitionsprojekt am Standort Bamberg: Die Zeitungsdruckerei der Mediengruppe Oberfranken erhält eine neue Computer-to-Plate-, Druck- und Versandraumtechnik. Damit einher gehen umfangreiche Umbaumaßnahmen – unter anderem entsteht in nur einem halben Jahr ein neues Druckereigebäude. Auch der Firmenname ändert sich: Aus Pressedruck Oberfranken wird das Druckzentrum Oberfranken (DZO). Mit der neuen Druckmaschine und der leistungsstärkeren Weiterverarbeitung gehört das DZO zu den modernsten Zeitungsdruckereien Deutschlands. Ebenfalls im Jahr 2014 wird die Full-Service-Agentur HOCHVIER gegründet. Im Spezialgebiet Corporate Publishing umfassen die Leistungen Konzeption, Text, Grafik, Filmproduktion, AR und Medienproduktion. Mit dem neuen Geschäftsfeld Direktmarketing erweitert creo Druck & Medienservice, die Bogen- und Digitaldruckerei der SGE Druckereien, 2015 sein Angebotsspektrum um personalisierte Mailings und Werbemittelpakete. Eine Mailingstraße und eine weitere 8-Farben-Bogendruckmaschine mit Dispersionslackwerk werden angeschafft. Um das geplante Wachstum abbilden zu können, wird eine neue Produktionshalle auf dem MGO-Gelände errichtet. Parallel dazu expandiert auch Baumann Druck in Kulmbach: ab August 2016 wird eine fast 2000 m² große Produktionshalle gebaut, in der Mitte 2017 eine weitere Rollenoffsetdruckmaschine ihren Betrieb aufnimmt. Mit einer Papierbahnbreite von 2,25 m werden 80 Seiten DIN A4 hergestellt, 50.000 Mal pro Stunde. Ende 2016 wird die Digitalagentur EDELWEISS72 mit Standorten in München und Hamburg fachlich in der SGE Druckereien eingegliedert und erweitert deren Leitungsspektrum. EDELWEISS72 ist Spezialist in Sachen Online-Kommunikation und der Konzeption und Umsetzung komplexer Online-Projekte.


2015-2017 MGO Fachverlage wachsen weiter

2015 ergänzen die Fachverlage ihr Portfolio durch den Zukauf des bewährten Nachschlagewerks Präparateliste Naturheilkunde, der Fachzeitschrift M.O.T. – Medizinisch Orthopädische Technik sowie des Orthopädie-Reports (heute eingestellt) aus dem Tischler Verlag. Seit November 2015 gehören auch Teile des OLZOG Verlags zu den MGO Fachverlagen. Zunächst werden verschiedene Praxismaterialien und Titel rund um das Schulwesen übernommen. Später folgen die Programmbereiche Senioren, Kindergarten, Immobilienbewertung und Konstruktion/Entwicklung. Im selben Jahr kaufen die Fachverlage auch die Praxis-Reihe, bestehend aus fünf Fachzeitschriften aus dem Bereich Schulmedizin. Neben Zukäufen wachsen die Fachverlage auch durch die Entwicklung digitaler Angebote weiter. Dazu zählen die Entwicklung der Onlinedatenbank Grüne Liste, des CME-Portals und der E-Paper Apps für alle Zeitschriften. Etabliert haben sich zudem die KU Awards, die nun jährlich am Managementkongress verliehen werden. Um für Kunden noch attraktiver zu werden, gehen Anfang 2017 die neuen Websites in den Bereichen Bildung und Schulmedizin online.