Vor einiger Zeit stellten wir Frank Rauscher vor. Heute erzählt der Leiter Digitales Geschäft, wie sich die Geschäftseinheit Digital seit dem letzten Interview entwickelt hat und warum ihm das Thema Führung besonders am Herzen liegt.

1. Haben sich Ihre Aufgaben, Ihre Tätigkeitsgebiete und Verantwortlichkeiten seitdem geändert? Falls ja, inwiefern genau?

Joblokal Nordbayern ist mittlerweile mit seinen Stellenmärkten nicht nur in Franken, sondern auch in Hessen und der Oberpfalz aktiv. Parallel dazu haben wir auch Ausbildungsheld.de gestartet. Außerdem war die Agentur netzheimat damals praktisch noch im ‚Laborstatus‘. Diese haben wir im Laufe der Zeit immer weiter ausgebaut und sind in der Digitalberatung, Umsetzung und Programmierung jetzt sogar frankenweit aktiv. Ein neues Projekt ist unser Start-up Accelerator „mgo Launchpad“. Das haben wir angestoßen, um unseren Beteiligungsarm „mgo Digital Ventures“ zu verstärken. Damit hat sich mein Verantwortungsbereich natürlich auch erweitert. Es ist also unheimlich viel passiert – das betrifft nicht nur die neuen Projekte und Strukturen, sondern auch die Büroräume und die Köpfe hier. Wir wachsen sehr dynamisch und haben mittlerweile ein Team von über 40 Mitarbeitenden. Das ist sehr schön und natürlich auch ein sehr positives Zeichen.

2. Was war für Sie das größte Erfolgserlebnis, der emotionalste Moment, die größte Veränderung in Ihrer Zeit bei der mgo, an die Sie gerne zurückdenken?

Eigentlich gibt es nicht das alleinige, einmalige Erlebnis. Worüber ich mich aber aktuell sehr freue, ist, dass Joblokal Nordbayern in diesem Jahr wieder einen neuen Umsatzrekord erzielt hat. In solchen Momenten denkt man auch immer daran zurück, wie alles in einem kleinen Raum mit zwei Mitarbeitenden und mit zum Teil riskanten, schwierigen Entscheidungen angefangen hat. Wenn ich überlege, was seitdem alles in der Geschäftseinheit Digital passiert ist und wie engagiert unser Team hier ist, dann macht mich das schon sehr stolz. Es sind für mich diese vielen kleinen Erfolgsgeschichten, die mich motivieren.

3. Inwiefern haben sich die mgo und Ihr Arbeitsumfeld verändert, seitdem Sie hier sind?

Als ich im Jahr 2007 hier angefangen habe, war alles ein wenig angestaubt. Seitdem hat sich die mgo von außen und innen enorm modernisiert. In allen Bereichen wird an neuen Produkten und Angeboten für unsere Kunden gearbeitet. Es gibt Kreativräume und moderne Methodiken wie Design Thinking und Prototyping haben Einzug in das operative Geschäft gefunden. Es wirkt einfach alles viel lebendiger als es damals war.

4. Was muss ein Arbeitgeber Ihrer Meinung nach heutzutage seinen potenziellen Bewerbern bieten

Bezogen auf die mgo ist diese Frage gar nicht so einfach zu beantworten, weil wir ein sehr vielfältiges Unternehmen sind und sich die Ansprüche je nach Bereich sehr unterscheiden. Wir bieten schon vieles: moderne Räumlichkeiten und Arbeitsmittel, ein betriebliches Gesundheitsmanagement, Fortbildungsprogramme und sinnvolle Arbeitsinhalte.

Neben diesen ganzen Hygienefaktoren ist meiner Meinung nach das Thema Führung ganz wichtig. Dazu gehört für mich, den Mitarbeitenden mehr Verantwortung zu geben – da habe ich aus früheren Fehlern gelernt. In der Geschäftseinheit Digital gibt es für jeden Bereich Product Owner, die für die Umsetzung der vorab definierten Ziele verantwortlich sind. Wie sie diese erreichen, ist den Teams frei überlassen. Es ist etwas ganz anderes, wenn ein Team selbst aus sich heraus an Lösungen arbeitet, als wenn es Vorgegebenes umsetzt. Mit diesem Ansatz habe ich bisher sehr gute Erfahrungen gemacht. Dabei lege ich viel Wert auf Transparenz: Zum einen, was Kennzahlen und Leistung betrifft, zum anderen aber auch in Bezug auf die Information der Mitarbeitenden. Für mich ist wichtig, klarzumachen, welche Herausforderungen anstehen, warum wir an welchen Themen arbeiten und welche mittelfristigen Ziele wir erreichen wollen – also die Sinnhaftigkeit der Arbeit zu vermitteln.