Einblicke in zwei Ausbildungsprojekte mit sozialem Hintergrund

Dualer Student Lauritz Baier und Auszubildende Jessica Zapf von mgo360 setzen gesellschaftlich relevante Themen kreativ um. Ein Einblick in zwei spannende Projekte.

Nachhaltiges Wirtschaften spielerisch fördern

Wie lassen sich Kapitalismus und Gemeinwohl-Ökonomie am besten als gegensätzliche wirtschaftliche Ansätze verdeutlichen? Dieser Frage widmete sich Lauritz Baier, dualer Student bei mgo360, im Rahmen seiner Projektarbeit im Bereich Grafikdesign.

„Nach längeren Überlegungen und vielen verworfenen Ideen kristallisierte sich die Idee eines Balance-Spiels heraus“, erklärt Lauritz Baier. „Ziel des Spiels ist es, Meilensteine wie den Bau einer Universität zu verwirklichen. Für einen Meilenstein werden bestimmte Ressourcen benötigt, die sich in Form kleiner Scheiben auf der Balancescheibe befinden. Kippt die Scheibe, haben alle Spieler verloren.“

Dabei hat das Spiel eine klare visuelle Sprache und bringt auf den Punkt, um was es bei der Gemeinwohlökonomie geht: Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit. Die Spieler benötigen vor allem Strategie und Empathie, um sich den vereinfacht dargestellten täglichen Herausforderungen zu stellen.

Auch bei der Verpackung wird das Thema Nachhaltigkeit wieder aufgegriffen: Um kein Verpackungsmaterial zu verschwenden, wurde das Packaging in Form eines faltbaren Buchcovers gestaltet.

Dem „Glücksrezept“ der Finnen auf der Spur

Für 20 angehende Mediengestalter der Berufsschule II Bamberg ging es im Rahmen eines Austauschs im vergangenen Herbst für zwei Wochen nach Finnland – mit Jessica Zapf, Maja Hempfling und André Huber nahmen auch drei Auszubildende Mediengestalter der mgo teil.

Im Mittelpunkt des Austauschs stand die Umsetzung eigener Foto- oder Filmkonzepte in Kleingruppen. So rief beispielsweise Jessica Zapf gemeinsam mit drei weiteren Mitschülern das Fotoprojekt „Hymy“ (finnisch für „Das Lächeln“) ins Leben. „Angeblich ist Finnland das glücklichste Land der Welt“, erklärt sie. „Diese Behauptung wollten wir überprüfen und in Momentaufnahmen  festhalten, was den Einzelnen so glücklich macht.“ Um dem nachzugehen, schnappten sie sich Kamera, Stift und Notizblock und mischten sich unter die Einheimischen der finnischen Hauptstadt Helsinki.

Es entstanden viele lebendige Fotos, die widerspiegeln, was die befragten Finnen glücklich macht. Ein konkretes „Glücksrezept“ gebe es dabei allerdings nicht. „Jeden macht etwas anderes glücklich. Die Finnen wissen nur damit anders umzugehen und schätzen die kleinen Dinge des Alltags viel mehr“, resümiert Jessica Zapf.

Als mögliche Inspirationsquelle zum eigenen Glück sind alle Ergebnisse des Fotoprojektes „Hymy“ auf der Webseite http://hymy.glzr-design.de/ zu finden.