So arbeiten die Redaktionen der mgo

Ein Einblick in die Herstellung unserer Tageszeitungen, dem Fränkischen Tag, dem Coburger Tageblatt, der Bayerischen Rundschau und der Saale-Zeitung.

Damit morgens stets eine Zeitung auf den fränkischen Frühstückstischen liegt, arbeiten bei der Mediengruppe Oberfranken jeden Tag viele Menschen in enger Teamarbeit zusammen. Rund um die Uhr sammeln Redakteure der Print- und Online-Redaktionen Informationen und bereiten diese für ihre Leser auf. In der Nacht werden die Zeitungen gedruckt und ausgeliefert.

Wir nehmen euch mit in den Alltag der Zeitungsproduktion.

6.00 Uhr: Früh beginnt die Arbeit in der Online-Redaktion von inFranken.de. Das Gemeinschaftsportal der mgo-Zeitungstitel versorgt seine Nutzer fast 24/7 mit Nachrichten. Etwa 300 Beiträge werden pro Tag veröffentlicht. Auf Social Media (Facebook, Instagram, Twitter) kann die Community über die Berichte diskutieren. Dabei stellen die Redakteure sicher, dass die Kommentatoren fair bleiben.

8.00 Uhr: Mit einer Menge Post starten die übrigen Redaktionen in den Tag. E-Mails und Pakete werden bearbeitet, Leserbriefe erfasst und Leserfragen (oft auch telefonisch) beantwortet.

Ab 9.15 Uhr: Welche Themen sind heute wichtig? Das ist die wesentliche Frage im Zeitungsgeschäft. Um sie zu beantworten, besprechen sich die Redakteure der einzelnen Lokalredaktionen im Rahmen einer Morgenkonferenz. In der Online-Redaktion werden zusätzlich die Klick-Zahlen des vergangenen Tages analysiert: Im März 2020 verzeichnete inFranken.de durchschnittlich 438.000 sogenannte Unique User pro Tag.

Alle Fäden laufen in der ausgabenübergreifenden Bamberger Chefredaktion zusammen. Der dortige Nachrichtenchef stimmt sich mit Kollegen und Korrespondenten über tagesaktuelle Themen ab, auch bei den Lokalredaktionen fragt er nach. Ist ein Bericht für mehrere Lokalausgaben interessant, koordiniert er die Aufgabenverteilung.

Ab 11.30 Uhr: Gesagt, getan. Im Laufe des Vormittags wird fleißig für die geplanten Artikel recherchiert. Die Reporter der Lokalredaktionen schwärmen aus, um mit Ansprechpartnern vor Ort zu sprechen. Fotografen rücken alles ins rechte Licht. Zurück in der Redaktion schreiben die Redakteure ihre Eindrücke und Notizen zu einem Artikel nieder. Fotos laden sie ins allgemeine Redaktionssystem hoch, sodass alle darauf zugreifen können. Auf diese Weise landen täglich tausende Bilder und Texte im System – teilweise von der Redaktion, teilweise von Agenturen oder externen Quellen. Veröffentlicht werden am Ende des Tages rund 500 Texte und 100 Bilder.

14.30 Uhr: Beim sogenannten Check-up am Nachmittag schauen sich der Nachrichtenchef, die Reporter und Grafiker der Chefredaktion die halbfertigen Artikel und Zeitungsseiten an. Sie überprüfen etwa, ob die Texte verständlich sind oder ob noch Informationen fehlen.

15.10 Uhr: Bilder, Karten und Pläne machen den Inhalt noch übersichtlicher und anschaulicher. Diese sind Aufgabe des Grafikteams. Die Grafiker überlegen gemeinsam mit den Redakteuren, wie die zentralen Informationen eines Artikels grafisch dargestellt werden könnten und gestalten entsprechende Abbildungen.

15.25 Uhr: Während die Redakteure und Grafiker noch mit den Artikeln beschäftigt sind, bauen die Mitarbeiter am zentralen Produktionsdesk Bamberg daraus bereits die lokalen Zeitungsseiten zusammen. Sie ordnen die Beiträge an, lesen kritisch über die Texte, überlegen sich aussagekräftige Überschriften und wählen die besten Bilder aus.

18.30 Uhr: Abends treffen sich der Nachrichtenchef und die Redakteure der Chefredaktion zur Blattabnahme. Sie besprechen die richtige Verteilung der Themen auf die Zeitungsseiten und entscheiden, welche Informationen auf die Titelseite kommen.

Ab 19.30 Uhr: Die ersten fertigen Zeitungsseiten werden gestaffelt an die Druckerei (Druckzentrum Oberfranken) geschickt. Vor der Druckfreigabe muss die (fast) fertige Zeitung noch durch die End-Kontrollstation. Hier wird unter anderem überprüft, ob alle Zeitungsseiten komplett sind und ob sich Texte, Bilder und Anzeigen im druckbaren Bereich befinden.

Ab 20.30 Uhr: Eine erste Version der digitalen Zeitung wird online zur Verfügung gestellt. So können E-Paper-Abonnenten schon am Vorabend lesen, was morgen in der Zeitung steht.

22.30 Uhr: Um das Nachrichtenportal inFranken.de zu aktualisieren, ist die Online-Redaktion bis in die späten Abendstunden besetzt. Auch in der Chefredaktion wird noch gearbeitet. Der Spätdienst kontrolliert, ob das E-Paper fehlerfrei abrufbar ist, und aktualisiert die Zeitungsseiten bis zum Redaktionsschluss. Dieser kann sich verzögern, wenn etwa wichtige politische Entscheidungen oder das Ergebnis eines Champions-League-Spiels abgewartet werden müssen.

Und wie kommt die Zeitung aufs Papier? Alles über den Zeitungsdruck lest ihr in diesem Beitrag.