Was bedeutet es, Künstliche Intelligenz nicht nur zu beobachten, sondern sie aktiv in die DNA eines Medienhauses zu integrieren? Beim AI Day 2025 hat die Mediengruppe Oberfranken (mgo) gezeigt, wie das aussehen kann. Über 300 Mitarbeitende aus allen Bereichen – Redaktion, Vermarktung, Produktentwicklung, IT – kamen, sowohl in Präsenz aber auch digital, zusammen, um sich über KI-Anwendungen, Potenziale und Praxisbeispiele auszutauschen.
Zwei Perspektiven – eine Richtung: Zukunft gestalten
Den Auftakt gestalteten zwei externe Keynotes, die aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln auf das Thema KI blickten – und doch zum selben Schluss kamen: Wer in der Medienbranche relevant bleiben will, muss KI in der Praxis beherrschen, nicht nur theoretisch einordnen. Georg Neumann, Grafikdesigner und Experte für generative KI, zeigte unter dem Titel „Ab in den Kaninchenbau“, wie sich die Bild- und Videoproduktion bereits heute verschiebt. Seine These: Wer Kreativität und KI klug kombiniert, öffnet neue Räume für Erzählformate – auch in regionalen Medien. Der zweite Speaker war Tobias Kemkes, Co-Founder von Langdock. Er lieferte eine pragmatische Anleitung: Welche Strukturen braucht es, um ein Unternehmen „AI-ready“ zu machen? Was ist operativ entscheidend und warum werden KI-Agenten hier eine entscheidende Rolle einnehmen?
Use Cases: KI, wie sie heute schon funktioniert
Im Anschluss wurden im Rahmen eines unternehmensweiten „KI-Marktplatzes“ interne Anwendungen vorgestellt. Alle Mitarbeiter*innen hatten so die Möglichkeit in den direkten Austausch zu gehen und potenzielle Synergieeffekte zu diskutieren. Besonders beeindruckend war die Vielfalt der vorgestellten KI-Projekte. Einige Kolleg*innen gaben zudem einen tieferen Einblick in verschiedene KI Use Cases durch kurze Vorträge.
Schulungen im Prompting für Einsteiger und Fortgeschrittene
In zwei unterschiedlichen Schulungsformaten konnten sich Mitarbeiter*innen nicht nur mit den Grundzügen des Promptings – also er zielgerichteten Kommunikation mit KI-Systemen – vertraut machen, sondern sich auch in einer Schulung für Fortgeschrittene Gedanken dazu machen, wie uns unsere interne GenAI Plattform bei wiederkehrenden Arbeitsprozessen unterstützen kann. Die Teilnehmer*innen arbeiteten dabei an eigenen Aufgabenstellungen aus dem Arbeitsalltag – ein direkter Brückenschlag zwischen Technologie und Praxis.
Warum das relevant ist – auch über die mgo hinaus
Die mgo ist kein Konzern, sondern ein mittelständisch geprägtes Medienhaus mit Sitz in Bamberg. Umso bemerkenswerter ist die Konsequenz, mit der KI hier als Teil der Zukunftsstrategie verstanden und umgesetzt wird – nicht als Vision, sondern als Werkzeug. Der AI Day 2025 markiert keinen Endpunkt, sondern den Beginn einer Phase, in der sich klassische Geschäftsmodelle und KI-basierte Anwendungen miteinander verzahnen – im Lokalen ebenso wie in spezialisierten Märkten.







