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01.12.2014

WhatsApp als Newskanal: Infranken.de startet neuen Dienst am 1. Dezember

Die Online-Redaktion der Mediengruppe Oberfranken experimentiert mit dem derzeit viel diskutierten Messengerdienst WhatsApp. Vor allem junge Zielgruppen stehen dabei im Fokus. Diese Woche beginnt der Regelbetrieb.

Bamberg, November 2014 – Am 1. Dezember geht es los: InFranken.de spielt Nachrichten auch via WhatsApp aus. Eine Studienarbeit hat den Weg dazu bereitet.  Lena Alt ist Online-Volontärin bei der Mediengruppe Oberfranken (MGO) am Standort Bamberg. In ihrer Bache-lor-Arbeit befasst sie sich damit, inwieweit WhatsApp von Redaktionen als Nachrichtenkanal genutzt werden kann. „Vor allem jüngere Zielgruppen kommunizieren  vermehrt über WhatsApp. Zielgruppen, die die heutigen Nachrichtenangebote häufig nicht so gut erreichen. Mit unserem WhatsApp-Dienst wollen wir versuchen, unsere lokalen Nachrichten noch näher an die Lebensrealität der jungen Nutzer heranzubringen“, erklärt Alt die Entstehung der Idee zu ihrer Arbeit.

Zufriedene Studienteilnehmer
Die Ergebnisse bieten einen interessanten Blick auf eine Nutzungsweise von WhatsApp, die in der Verlagsbranche bisher noch kaum beleuchtet wurde. Die 449 Testpersonen, die über das MGO-Portal inFranken.de und via Facebook zu der Studie eingeladen wurden, erhielten während der Testphase zwischen zwei und vier WhatsApp-Nachrichten pro Tag, die auf in-Franken.de-Artikel verlinkten. „Wir haben den Testnutzern nicht nur einen Link geschickt, sondern auch einen Teasertext zum jeweiligen Artikel. Begeistert waren wir darüber, dass die überwiegende Mehrheit nicht nur den Teaser gelesen, sondern schließlich auch viele der verlinkten Artikel geöffnet hat“, sagt Alt. Die WhatsApp-Nutzer verbreiteten aber auch selbst fleißig die inFranken.de-Nachrichten: Mehr als ein Viertel der Nutzer teilte mehrere Links per WhatsApp mit Freunden.

Rund 60 Prozent der hauptsächlich zwischen 14 und 29 Jahre alten Studienteilnehmer zeig-ten sich eher oder sehr zufrieden mit dem Nachrichtendienst via WhatsApp.

Auch der stellvertretende Chefredakteur Falk Zimmermann, der das Projekt begleitet hat, zeigt sich mit dem Verlauf der Studie sehr zufrieden. „Es ging ja darum herauszufinden, ob und wie wir WhatsApp als Redaktion einsetzen können. Die Ergebnisse zeigen: Der Kanal hat auch für Redaktionen eine Relevanz. Zumal 91 Prozent unserer Tester angaben, dass sie den Dienst gerne auch nach dem Studienende weiternutzen wollen würden.“

Markenvertrauen und Kundenbindung
Zimmermann ist davon überzeugt, dass eine Fortführung des Dienstes sinnvoll ist. Zukünftig sollen die Nutzer noch mehr Nachrichten pro Tag über WhatsApp erhalten. „Wir probieren viele Dinge aus, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was für einen Verlag funktioniert und was nicht. WhatsApp soll zunächst einmal der Stärkung unserer Marke inFranken.de dienen. Vor allem wollen wir damit die Nutzer von unseren Angeboten überzeugen, die wir auf den bisher bestehenden Wegen nicht erreichen. Die Monetarisierung digitaler Angebote kann nur langfristig gelingen, wenn wir es schaffen, Markenvertrauen aufzubauen.“

Regelbetrieb startet mit rund 2.000 Nutzern
Ab dem 1. Dezember wird das neue Angebot von Infranken.de in den Regelbetrieb überge-hen. Bislang haben sich dafür rund 2.000 Nutzer registriert. Neben der bereits bestehenden Möglichkeit, Online-Inhalte von Infranken.de auf der mobilen Seite via WhatsApp zu teilen, komplementiert der weitere Service das Digitalangebot der Mediengruppe Oberfranken.